Razzien : Belgische Polizei verhaftet Terrorverdächtige

Die belgische Polizei hat zwei Angehörige einer Gruppe verhaftet, denen „Beteiligung an Aktivitäten einer terroristischen Gruppe als Täter und Mittäter“ vorgeworfen wird. Zu möglichen Anschlagsplänen wollten sich die Ermittler nicht äußern.
In Belgien hat es wieder Anti-Terroraktionen gegeben. Nach Razzien in Tournai nahe der französischen Grenze und im ostbelgischen Verviers wurden zwei Männer in Haft genommen. Ihnen werde „Beteiligung an Aktivitäten einer terroristischen Gruppe als Täter und Mittäter“ vorgeworfen, teilte die belgische Staatsanwaltschaft am Samstagabend mit.
Bei den Festgenommenen handele es sich um den 1983 geborenen Arnaud C. und einen Belgier, erklärte die Staatsanwaltschaft. Nähere Angaben zu möglichen Anschlagsplänen machten die Ermittler nicht. Bei den Razzien in der Nacht zum Samstag seien weder Waffen noch Explosivstoffe gefunden worden. In Medienberichten war zunächst von drei Festnahmen in Tournai die Rede gewesen, die Staatsanwaltschaft bestätigte dies nicht.
Laut Nachrichtenagentur Belga gab es keine Hinweise darauf, dass ein Anschlag auf eine öffentliche Übertragung des EM-Spiels Belgien gegen Ungarn am Sonntagabend geplant war. Belgische Medien hatten zuvor berichtet, dass sich einer der Festgenommen bei der Partie in die Luft sprengen wollte.
Bereits am vergangenen Wochenende war die Polizei massiv gegen Terror-Verdächtige vorgegangen. Zwölf Menschen wurden bei Durchsuchungen festgenommen.
In Belgien gilt Terrorwarnstufe 3 von insgesamt 4. Das bedeutet, dass eine Terrorattacke möglich und wahrscheinlich ist. Bei Anschlägen am Brüsseler Flughafen sowie in einer Metrostation in der Innenstadt hatten Selbstmordattentäter am 22. März 32 Menschen mit in den Tod gerissen.





