Stuttgarter Krawallnacht : Das Wort „Stammbaumrecherchen“ fiel gar nicht

Taugt ein Migrationshintergrund als Indiz zur Erklärung der Gewalttaten? Um das herauszufinden, will die Polizei nach den Krawallen in Stuttgart die Staatsbürgerschaft der Eltern einiger Tatverdächtiger überprüfen. Die Grünen sind entsetzt.
Ist es gerechtfertigt, zur Aufklärung der Stuttgarter Krawallnacht Ende Juni die Staatsbürgerschaften von den Eltern der Tatverdächtigen, die einen Migrationshintergrund haben, zu recherchieren? Diese Frage diskutieren gerade die Parteien in Baden-Württemberg und die Bürger in den sozialen Medien. Der Frontverlauf in der politischen Debatte ist wenig überraschend: Die CDU will wissen, ob der Migrationshintergrund vieler Täter als Indiz zur Erklärung der Gewalttaten taugt. „Bekannt ist, dass es sich bei den Festgenommenen zu einem großen Teil um Migranten, auch aus dem Bereich der Geflüchteten, oder Männer mit Migrationshintergrund handelt“, heißt es in dem Antrag der Gemeinderatsfraktion. Die CDU fragt weiter: „Welchen Migrationshintergrund haben diese Personen? Wie viele geflüchtete Personen befinden sich unter den Festgenommenen, wie viele davon leben in Stuttgart?“ Grüne, SPD und Linksfraktion sehen das skeptisch und halten die Fragen für tendenziös.





