NRW-Studie : Potential für neue Clans unter Syrern

Unter syrischen Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen spielt Clankriminalität bisher nur punktuell eine Rolle. Sorgen bereitet den Kriminalisten, dass die Gewaltkriminalität stark zugenommen hat.
Keinesfalls dürfe man die migrationspolitischen Fehler wiederholen, die man im Umgang mit türkisch-arabischen Großfamilien gemacht habe, sagt der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU), als er am Mittwoch die Ergebnisse des Projekts „Euphrat“ vorstellt. Für dieses haben Fachleute des Landeskriminalamts und aus verschiedenen Behörden im Ruhrgebiet alle greifbaren Informationen über syrische Tatverdächtige ausgewertet. Ziel des Projekts war es herauszufinden, ob sich in Nordrhein-Westfalen – wo mittlerweile rund 288.000 Syrer leben – wie bei einigen türkisch-arabischen Großfamilien clanähnliche oder kriminelle Strukturen herausbilden.
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