FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Rhetorik des FDP-Chefs :
Erfolgreich scheitern mit Christian Lindner

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Der Abend, an dem für Christian Lindner wieder die Zeit dorniger Chancen begann: Statement am 6. November im Bundestag nach seiner Entlassung durch den Kanzler.
Der Abend, an dem für Christian Lindner wieder die Zeit dorniger Chancen begann: Statement am 6. November im Bundestag nach seiner Entlassung durch den Kanzler.dpa

Kaum war die Ampel geplatzt, sah der FDP-Chef schon ein neues „Momentum“ für seine Partei. Um bombastische Worte ist er auch in der größten Niederlage nie verlegen.

Christian Lindner ist ein rhetorischer Entfesselungskünstler. Wie kaum jemand sonst im politischen Betrieb versteht es der Chef der FDP, sogar in kniffligsten Situationen wieder vor die Lage zu kommen. Klar, nach einem auch persönlich so erschütternden Erlebnis wie am Abend des 6. November, als Kanzler Olaf Scholz minutenlang live im Fernsehen Scherbengericht über ihn hielt, ihn als kleinkarierten, parteipolitisch taktierenden Vertrauensbrecher beschimpfte, ihm die Alleinschuld am Bruch der Ampel zuschob, zeigte sich auch Lindner öffentlich angefasst. Sichtlich erschüttert trat der gerade geschasste Finanzminister vor die Kameras.

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