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Durchsuchungen : Razzien gegen mutmaßliche Islamisten

  • Aktualisiert am

Ein Polizist bei einer Razzia in Cottbus im April Bild: dpa

In Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen hat die Polizei Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Die Razzien richteten sich gegen „tschetschenischstämmige Beschuldigte aus dem islamistischen Milieu“, heißt es.

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          Die Ermittlungsbehörden verdächtigen mehrere Männer tschetschenischer Abstammung, Orte für einen etwaigen islamistischen Anschlag in Deutschland ausgespäht zu haben. Eine konkrete Anschlagsgefahr habe aber nicht bestanden, teilten Generalstaatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag in Berlin mit.

          Wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hatte es am Vormittag in mehreren Bundesländern Razzien gegeben. Rund 180 Einsatzkräfte durchsuchten Objekte an neun Orten in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

          Bei den Verdächtigen handelt es sich den Angaben zufolge um Männer im Alter von 23 bis 28 Jahren. Bei einem von ihnen seien bei einer Polizeikontrolle verdächtige Bilder auf dem Handy festgestellt worden. Die Durchsuchung habe Klarheit über die Motivlage bringen sollen. Beschlagnahmt wurden Bargeld, Hieb- und Stichwaffen sowie Datenträger. Diese würden jetzt ausgewertet. Ob es Festnahmen gab, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

          Nach Informationen von dpa-Reportern gab es in Berlin eine Durchsuchung in Marzahn-Hellersdorf im Erdgeschoss eines sechsgeschossigen Gebäudes.

          Nach Informationen der „Bild“-Zeitung gab es zudem Durchsuchungen unter anderem in Seelow in Brandenburg. Eine Sprecherin des Landeskriminalamts Brandenburg wollte die Durchsuchungen nicht bestätigen und verwies auf die Berliner Behörden.

          Die Teilrepublik Tschetschenien im Nordkaukasus an der Grenze zu Georgien gilt seit Jahrzehnten als Konfliktregion. Nach langer Flucht vor Krieg und Terror leben heute ethnische Tschetschenen in aller Welt verstreut. Nach dem Zerfall der Sowjetunion verhinderte Moskau eine Abspaltung des Gebietes in zwei mit Zehntausenden Toten. Terroristen trugen den Kampf immer wieder nach außen.

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