François Hollande : Der Triumph des geborenen Verlierers

Frankreichs neuer Präsident François Hollande hat bis zu seinem Sieg einen weiten Weg zurückgelegt. Nun setzt er auf die symbolische Wirkung der „ersten 100 Tage“ im Amt.
Rendez-vous auf dem Place de la Bastille! 31 Jahre nach der ersten Wahl eines sozialistischen Präsidenten in der Geschichte der V. Französischen Republik zieht wieder ein Sozialist in den Elysée-Palast ein. Und, ganz wie am 10. Mai 1981, versammelt sich „das Volk der Linken“ („le peuple de gauche“) am Sonntagabend auf dem Bastille-Platz, um den Wahlsieg zu feiern. Schon am Sonntagvormittag hatten Arbeiter damit begonnen, Scheinwerferanlagen auf dem Platz aufzubauen. Bei der Sozialistischen Partei hieß es da noch, nichts sei geplant. Doch jetzt strömen die Anhänger François Hollandes zu dem historischen Platz, der einst mit dem Sturm auf das Bastille-Gefängnis den Beginn der Französischen Revolution markierte. Hollande sollte noch am Sonntagabend hier seine erste Rede als „Président élu“ halten, als gewählter, aber noch nicht ins Amt eingeführter Präsident der Republik.





