Bundestagswahl : Der eingeklemmte Kandidat

Je näher Friedrich Merz dem Kanzleramt kommt, desto mehr Druck macht Markus Söder. Für den CDU-Vorsitzenden wird es immer schwieriger, den eigenen Überzeugungen und denen vieler potentieller Wähler zu folgen.
Wer zu oft sagt, wie gut es ihm geht, will etwas schönreden. Der gemeinsame Auftritt von Friedrich Merz und Markus Söder anlässlich der Vorstellung des Wahlprogramms von CDU und CSU am Dienstag wirkte weniger wie eine „Show of Force“ des Unionskanzlerkandidaten Merz denn wie eine Demonstration der Harmonie zwischen den beiden. Die Äußerungen über Wirtschafts-, Renten- oder Migrationspolitik waren durchzogen vom Bemühen des „Friedrich“ und des „Markus“ (man duzte sich demonstrativ) zu beteuern, wie einig man sich in allem sei.
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