Europäische Union :
Schon am Tiefpunkt?

Klaus-Dieter Frankenberger
Ein Kommentar von
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Griechenland hat seinen Botschafter aus Österreich abgerufen. Eine bislang einmalige Maßnahme in der EU. Überall wachsen Ungeduld, Unmut und Verdruss. Was muss jetzt geschehen?

So weit ist es schon gekommen: Die gegenseitigen Vorwürfe, in der Flüchtlingskrise nicht genug oder das Falsche zu tun, haben zu einer Maßnahme geführt, die in der EU einmalig ist: Griechenland hat seinen Botschafter aus Österreich abgerufen. Das geschah aus berechtigter Verärgerung darüber, dass Athen zu der von der Wiener Regierung ausgerichteten Balkan-Konferenz nicht eingeladen war, aber Leidtragender der getroffenen Beschlüsse sei. Athen ist empört darüber, dass die mazedonisch-griechische Grenze abgeriegelt und Griechenland, in den Worten des Flüchtlingsministers, zum Libanon Europas wird - es droht seinerseits mit Blockade und „einseitigen Aktionen“. Trotz aller Beteuerungen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, ist die EU somit einen Schritt weiter, sich zu zerlegen.

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