Camerons Sinneswandel :
Schuld und Flüchtlinge

Klaus-Dieter Frankenberger
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Flüchtlinge werden von der griechischen Insel Lesbos nach Piräus gebracht.
Flüchtlinge werden von der griechischen Insel Lesbos nach Piräus gebracht.Reuters

Auch wenn die Regierung Cameron nun ein paar tausend syrische Flüchtlinge aufnehmen will. Eine gemeinsame Strategie hat die EU damit noch nicht.

Immerhin! Immerhin will jetzt auch die Regierung Cameron ein paar tausend syrische Flüchtlinge aufnehmen; die wenigen hundert, die bislang anerkannt worden waren, nahmen sich angesichts der Dimension der Krise und des Chaos in mehreren europäischen Ländern schäbig aus. Es sei dahingestellt, ob Druck einiger Partner den Sinneswandel bewirkt hat, nachdem die britischen Ohren bislang auf Durchzug gestellt waren, oder ob es das Bild von einem toten Kind war, das (nicht nur) die britische Öffentlichkeit erschüttert hat – es ist gut und überfällig, dass Cameron die Grenzen Großbritanniens öffnet, eines Landes, das zu Recht stolz darauf ist, dass es in der Vergangenheit manche schwere Last getragen hat. Der fremdenfeindliche Populismus, den es auch anderswo gibt, darf der Politik nicht jeden Mut zum Handeln nehmen.

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