Reformationstag :
Druckerpresse statt Hammer

Von
Professor Dr. Thomas Kaufmann
Lesezeit:
dpa

Vor dem 31. Oktober 1517 hieß er Luder, nun nannte er sich Luther. Aus 87 Thesen wurden 95. Der Mönch erwies sich als „printing native“.

Als Tag des Anschlages der „95 Thesen“ durch den Wittenberger Augustinermönch Martin Luther ist der 31. Oktober 1517 zu einem Symboldatum der deutschen Geschichte und der evangelischen Christenheit weltweit geworden. Mit diesem Anschlag soll Luther seinen folgenreichen Kampf gegen den Ablass eröffnet haben, also gegen jene gegen Geld erhältliche Befreiung von zeitlich befristeten Fegefeuerstrafen für ungesühnte Bußpflichten, die aufgrund außerordentlicher kirchlicher Gnadenakte gewährt wurde. Im kommenden Jahr jährt sich dieser Tag zum 500. Mal. Vielfältige Gedenkfeiern, Ausstellungen und Gottesdienste sind geplant; auch ein ökumenisches „Healing of memories“ steht bevor. An diesem Montag wird das offizielle Jubiläumsjahr in Berlin mit einer Ansprache von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet.

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