Leserbriefe : 24. November 2025

Merz-Äußerungen zu Belém +++ Schlaftracker im Test +++ Autobahn A20 +++ Begabtenförderung +++ Kunst in Kontroversen
Im Goeldi-Museum in Belém
Zu „Beléms Stadtbild“ (F.A.Z. vom 20. November): Helmut Kohl besuchte in den USA deutschstämmige Volksfeste und erfuhr dabei moralische Aufrüstung. Konrad Adenauer zeigte sich in Indianerkleidung. Er hätte auch nach Georgia zu den Cherokee-Indianern reisen und an den tragisch umgekommenen Gottlieb Prieber erinnern können. Der sächsische Anwalt hatte sich den Cherokee-Indianern angeschlossen, wodurch er in Konflikt mit den Engländern und Franzosen geriet. Friedrich Merz hätte in Belém auf den Spuren des in holländischen Diensten stehenden, 1604 in Dillenburg geborenen Johann Moritz Fürst von Nassau-Siegen wandeln können; er hatte das Plündern verboten. Oder das Emílio-Goeldi-Museum in Belém besuchen können. Der 1859 im schweizerischen Schlatt geborene Amazonas-Naturforscher Emil Göldi war ein Schüler von Ernst Haeckel, mit Studium in Leipzig und Jena. Mit diesem Besuch hätte der Bundeskanzler auch den Bogen zu den vielen, oftmals in holländischen, englischen oder preußischen Diensten stehenden deutschen Wissenschaftlern schlagen können, die durchweg viel Respekt für die Kulturen der in der Welt angetroffenen Menschen zeigten und dies auch in ihren Berichten und Sprachübersetzungen der Nachwelt überlieferten.
Peter Schwenkenberg, Bad Krozingen
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