Leserbriefe vom 4. Juli 2020

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Im internationalen Vergleich steht Deutschland schlecht da: Mütter verdienen hierzulande in ihrem Berufsleben deutlich weniger als kinderlose Frauen.
Im internationalen Vergleich steht Deutschland schlecht da: Mütter verdienen hierzulande in ihrem Berufsleben deutlich weniger als kinderlose Frauen.dpa

Erziehungsgehalt für Mütter +++ Überschuldung der öffentlichen Hand +++ Berlin: Stadt von morgen +++ Netzwirtschaft +++ grüner Wirtschaftsdialog

Erziehungsgehalt für Mütter

In seinem Wirtschafts-Leitartikel „Mutter der Ungleichheit“ (F.A.Z. vom 30. Juni) widmet sich Johannes Pennekamp der weiterhin bestehenden Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen. Diese resultiert bekanntlich sehr oft daraus, dass Frauen Kinder bekommen und erst nach Jahren wieder einer Erwerbsarbeit nachgehen, allerdings in Teilzeit. Dem Ansatz des Autors, Teilzeit während der „Kinderphase“ für Frauen wie für Männer attraktiver zu machen, lässt sich einiges abgewinnen. Doch muss man dafür zwingend das Elterngeld an sechs statt zwei „Vätermonate“ koppeln, anstatt Eltern größtmögliche Wahlfreiheit zu bieten, die niemanden in Erwerbsarbeit zwingt? Auf das wahrlich Nächstliegende scheint Pennekamp übrigens nicht zu kommen: das „Erziehungsgehalt“ für Mütter. Etwas Ähnliches gab es bereits in Form des wahlweise als „Fernhalte-“ oder gar „Verdummungsprämie“ geschmähten und auf Betreiben der SPD wieder abgeschafften Betreuungsgeldes. Mit einer solchen Leistung ließen sich mütterliche Erziehungsleistungen angemessen honorieren. Welcher „Ketzer“ wagt es, den Giftschrank zu öffnen und damit das berühmte „Gender-Pay-Gap“ zu schließen? Claus Michael Schmidt, Dillenburg

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