Verbrechen der Wehrmacht : Späte Versöhnung im Fall Defregger

In einem kleinen Dorf in den Abruzzen hatte 1944 der spätere Münchner Weihbischof ein Massaker befohlen. 78 Jahre später kommt eine kleine Delegation vom Starnberger See nach Filetto di Camarda, um Versöhnung zu suchen.
Bürgermeister Rainer Schnitzler hat gute Erinnerungen an Weihbischof Matthias Defregger. „Er war ein charismatischer Priester“, erzählt er. „Als junge Burschen sind wir bei Predigten gewöhnlich eingenickt. Bei ihm nicht.“ Schnitzler, 56 Jahre alt, war als Bub Messdiener beim weithin geachteten Weihbischof Defregger (1915 bis 1995). Seit gut zwei Jahrzehnten ist der Verwaltungsfachwirt von den Freien Wählern Bürgermeister von Pöcking, einer Gemeinde von rund 5600 Einwohnern am Starnberger See in Oberbayern.
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