Boom in Aragón : Wenn Elon Musk das „leere Spanien“ entdeckt

Viel Platz und viel Sonne: Die Region Aragón kämpfte bisher mit Landflucht – jetzt erlebt sie einen Boom mit Datenzentren. Aber das gefällt auch nicht allen.
Dicke Wolken hängen tief über der Hochebene. In den vergangenen Tagen hat es in der Sierra de Albarracín geschneit, und es ist bitterkalt – mitten in Spanien. Spanisch-Lappland wird die einsame Gegend auch genannt: Nicht wegen der Temperaturen, sondern wegen der wenigen Menschen, die in Aragón und im benachbarten Kastilien-La Mancha leben. Mit 0,85 Einwohnern pro Quadratkilometer ist die Bevölkerungsdichte in den verlassenen Bergen niedriger als im hohen Norden Finnlands. Dort oben liegt España vacía, das leere Spanien, das dabei ist, sich in eine demographische Wüste zu verwandeln. Den traurigsten Rekord in Aragón hält das Dorf Almohaja mit zwölf Einwohnern.


