FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Proteste in der Türkei :
In Erdoğans Hochburgen herrscht Unmut

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Protestkundgebung: Die CHP mobilisiert Tausende in Konya.
Protestkundgebung: Die CHP mobilisiert Tausende in Konya.Friederike Böge

Die Proteste gegen die Inhaftierung Ekrem İmamoğlus konzentrierten sich zunächst auf Istanbul. Jetzt trägt die CHP sie in die Kleinstädte im Herzen Anatoliens.

Die Stadt Konya ist in der Türkei der Inbegriff des Konservativismus. Wer Konya hört, denkt an religiöse Orden, an Weizenbauern und an den Sufi-Gelehrten Maulana Dschalaluddin Rumi. Seit zwanzig Jahren ist die Provinz mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt eine Hochburg der Regierungspartei AKP. Bei der jüngsten Präsidentenwahl kam Recep Tayyip Erdoğan hier auf 73 Prozent der Stimmen. Im Volksmund wird den Leuten von Kon­ya ein „Fischgedächtnis“ attestiert, weil sie zwar stets über die Zustände klagen, dann aber doch wieder bei Erdoğan ihr Kreuz machen.

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