Libyen : Dutzende Tote bei Kämpfen in Bani Walid

Bei den Kämpfen um die ehemalige Bastion des früheren libyschen Machthabers Gaddafi sind mehr als 30 Personen getötet worden. Unter den Toten sollen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Lana vor allem Mitglieder einer regierungsnahen Miliz sein.
Bei Kämpfen um eine ehemalige Bastion des früheren libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi sind mindestens 30 Personen ums Leben gekommen. Unter den Toten in Bani Walid seien 22 Anhänger einer regierungsnahen Miliz, meldete die staatliche Nachrichtenagentur LANA. Weitere 200 Milizionäre seien bei den seit fünf Tagen andauernden Gefechten in der rund 140 Kilometer südöstlich von Tripolis gelegenen Stadt verletzt worden.
Ein Sprecher von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zeigte sich über die wachsende Zahl von Opfern in der Bevölkerung Opfer alarmiert. Die Kämpfe konzentrierten sich am Sonntag auf die Randgebiete Bani Walids, sagte ein Anwohner telefonisch. Zudem gebe es Berichte über weitere Todesopfer.
In Tripolis demonstrierten derweil rund 200 Menschen vor dem Parlament für ein Ende der Kämpfe. Die Kundgebung wurde allerdings gewaltsam von Einheiten der Streitkräfte aufgelöst. Die jüngsten Kämpfe um Bani Walid fallen auf den Jahrestag der Tötung Gaddafis am 20. Oktober. Auch ein Jahr nach dessen Tod gilt die Stadt als wichtigste Hochburg des Widerstands gegen die neue Führung Libyens.





