Wang Quanzhang : Harte Strafe für chinesischen Menschenrechtsanwalt

Wang Quanzhang gilt als einer der wichtigsten Menschenrechtsanwälte in China. Vor vier Jahren wurde er verhaftet. Nun hat ein Gericht in Tianjin das Urteil gesprochen.
Der bekannte chinesische Menschenrechtsanwalt Wang Quanzhang ist in seiner Heimat zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der nordchinesischen Stadt Tianjin sprach Wang am Montag der „Subversion“ gegen die Staatsmacht schuldig. Zusätzlich zur Haftstrafe wurden ihm für fünf Jahre die politischen Rechte entzogen.
Der Anwalt hatte Aktivisten und Opfer von Landenteignungen vertreten. 2015 wurde er im Zuge einer großangelegten Polizeiaktion – bekanntgeworden unter dem Namen „709-Crackdown“ – zusammen mit zahlreichen weiteren Regierungskritikern festgenommen. Drei Jahre lang gab es kein Lebenszeichen von Wang, bis ihn im Juli ein Anwalt in Haft in der eine Autostunde von Peking entfernten Stadt Tianjin besuchen durfte.
Seine Frau, die sich für das Schicksal der Inhaftierten einsetzt, durfte ihn bislang nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights in China nicht besuchen. Ihr wurde auch die Teilnahme am Prozess verwehrt.
Der Fall hat international für Aufsehen gesorgt. Die Bundesregierung setzte sich wiederholt für Wang ein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) traf bei einer China-Reise im Mai vergangenen Jahres seine Ehefrau Li Wenzu.






