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Nach TV-Duell : Deutliche Mehrheit findet Macron überzeugender

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Favorit bei der Stichwahl am Sonntag: Emmanuel Macron Bild: AFP

Der französische Präsidentschaftskandidat Macron konnte beim TV-Duell mit Le Pen sowohl im konservativen als auch im linken Lager punkten. Unterdessen warnt SPD-Chef Martin Schulz die Franzosen davor, Le Pen zu wählen.

          Der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron hat im TV-Duell laut einer Umfrage deutlich besser als seine Gegnerin Marine Le Pen abgeschnitten. 63 Prozent der befragten Zuschauer hätten den sozialliberalen Kandidaten Macron überzeugender gefunden, berichtete der Sender BFMTV in der Nacht zum Donnerstag. 34 Prozent fanden die Rechtspopulistin Le Pen überzeugender. Das Institut Elabe hatte im Auftrag des Senders 1314 Zuschauer der zweieinhalbstündigen Debatte befragt.

          Macron habe auch bei den Anhängern des Konservativen François Fillon und des Linkspolitikers Jean-Luc Mélenchon deutlich vorn gelegen. Die beiden waren im ersten Wahlgang ausgeschieden, hatten aber zusammen rund 40 Prozent der Stimmen bekommen.

          Macron gilt in Umfragen als Favorit für die entscheidende Stichwahl am Sonntag. Er kann mit 60 Prozent der Stimmen rechnen, Le Pen mit 40 Prozent. Wegen der Anti-EU-Positionen Le Pens gilt die Abstimmung als Schicksalswahl für Europa.

          Martin Schulz warnt vor Le Pen

          Unterdessen hat SPD-Chef Martin Schulz die Franzosen vor der Wahl der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen zur neuen Präsidentin gewarnt. Frankreich sei ein nukleargerüstetes Mitglied des UN-Sicherheitsrats und mit Deutschland zusammen die stabile Basis der Euro-Zone und der EU, sagte der SPD-Kanzlerkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Ein solches Land in den Händen einer Ultra-Nationalistin wie Marine Le Pen ist etwas, das ich mir nicht vorstellen möchte.“ Le Pen sei „bekannt für Rücksichtslosigkeit, Zynismus – und antideutsche Töne, wie ich sie seit Jahren nicht mehr gehört habe“, sagte Schulz. Die Umfragewerte für die Kandidatin des Front National seien immer noch „erschreckend hoch“.

          Macron wird von der SPD unterstützt. Allerdings kritisierte Schulz Macrons Kritik an der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands. „Man kann einem erfolgreichen Land nicht verbieten, erfolgreich zu sein. Im Gegenteil: Deutschland muss noch erfolgreicher werden.“ Ziel könne nicht sein, dass Deutschland weniger exportiere. Allerdings müsse Deutschland dazu beitragen, dass andere Länder in der Euro-Zone mehr investieren könnten und in Deutschland mehr investiert werde.

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