Regierungskrise in Italien :
Das finale Missverständnis zwischen Draghi und dem Senat

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Mario Draghi im Senat in Rom am Mittwochabend.
Mario Draghi im Senat in Rom am Mittwochabend.dpa

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella nimmt den Rücktritt von Regierungschef Mario Draghi an und löst das Parlament auf. Die Politiker versagen dem Ministerpräsidenten die von ihm geforderte breite Mehrheit.

Die Rede von Ministerpräsident Mario Draghi in der Abgeordnetenkammer am Donnerstagvormittag dauerte nur wenige Sekunden. Ehe er den versammelten Parlamentariern mitteilte, dass er ihnen eigentlich nichts mitzuteilen habe – außer dass er nun gleich zum Staatspräsidenten Sergio Mattarella in den Quirinalspalast hinaufgehen und diesem abermals seinen Rücktritt verkünden werde –, dankte der nach knapp 18 Monaten Amtszeit am Parteienstreit seiner Koalition der „nationalen Einheit“ gescheiterte Regierungschef seinen erschienenen Ministern und jenen Abgeordneten, die ihn mit stehenden Ovationen empfangen hatten. Draghis verlegenes Lächeln deutete darauf hin, dass ihm der lang anhaltende Beifall zu Herzen ging.

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