Libyen-Konflikt : Auch handeln, nicht nur reden
Im Libyen-Konflikt kann sich die deutsche Politik so, wie einst Bismarck, als „ehrlicher Makler“ bewähren. Gleichwohl gilt: Wer nicht will, dass die libysche Konfliktmelange nach Europa ausstrahlt, muss sich dort engagieren.
Wer die Erfolgsaussichten der Libyen-Konferenz in Berlin skeptisch beurteilt, der kann für diese Sicht einiges ins Feld führen: Das UN-Waffenembargo wird gebrochen; am Bürgerkrieg sind zahlreiche Milizen beteiligt; die Hauptprotagonisten werden jeweils von starken Staatenkoalitionen unterstützt. Kommt einem bekannt vor. Auch in Syrien überlagern sich lokale, regionale und internationale Konfliktdimensionen. Es ist kompliziert – die Opferzahlen sind horrend.
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