Kommentar : Varoufakis abwählen
Der griechische Finanzminister hat angekündigt: Endet das Referendum in einer Niederlage für Syriza, tritt er zurück. Damit hätte das Hau-Ruck-Manöver wenigstens etwas Positives.
Das wäre schon mal was: Sollte das Referendum in Griechenland am Sonntag mit einer Niederlage für die Regierung Tsipras enden, dann werde er zurücktreten, hat Finanzminister Varoufakis gesagt. Mal sehen, ob er, sollte die Mehrheit der Wähler mit „Ja“ zur Spar- und Reformpolitik und damit gegen die Empfehlung der Regierung stimmen, das Versprechen halten wird. Dann hätte das Referendum wenigstens etwas Positives.
Ansonsten ist das Hauruck-Manöver, bei dem über etwas abgestimmt werden soll, was gar nicht in Vertragsform existiert und dessen Inhalt nicht viele verstehen dürften - außer in der zugespitzten Form der Zukunft Griechenlands in der Eurozone -, abenteuerlich und feige obendrein. Auch frühere Regierungen brachten dem Land wenig Segen, sie führten es in den Schlamassel, in dem es heute steckt, und in die Währungsunion mit frisierten Zahlen.
Aber unter der Regierung aus Linksradikalen und Rechtspopulisten ist nichts besser geworden; Griechenland steht noch näher am Abgrund, das Verhältnis zu den Partnern ist zerrüttet. Ja, diese Regierung sollten die Griechen loswerden.



