Urteile gegen Hongkonger : Warum China heikle Prozesse zum Jahresende führt

In China sind zehn Hongkonger Aktivisten wegen ihres Fluchtversuchs nach Taiwan zu Haftstrafen verurteilt worden – ein Beleg dafür, dass China weiter mit Härte gegen die einstige Protestbewegung vorgeht. Die EU fordert ihre sofortige Freilassung.
Jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester werden in China jene Gerichtsprozesse geführt, die Peking als politisch besonders sensibel betrachtet. Dahinter steht die Einschätzung, dass die internationale Aufmerksamkeit in dieser Woche zwischen den Jahren besonders gering sei. Das dürfte auch der Grund dafür sein, weshalb am Mittwoch die Urteile gegen zehn Hongkonger verkündet wurden, die im vergangenen August versucht hatten, mit einem Schnellboot nach Taiwan zu fliehen. Die Aktivisten konnten die Stadt nicht auf regulärem Weg verlassen, weil gegen sie Verfahren wegen ihrer Beteiligung an der Protestbewegung liefen.
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