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Kirche und Migration : Die Appelle des Papstes verhallen

Von einem Militärschiff gerettete Migranten kommen am 10. April in Malta an, wo sie von Soldaten in Empfang genommen werden, die wegen der Covid-19-Pandemie Schutzkleidung tragen. Bild: Reuters

Immer wieder fordert Papst Franziskus einen menschlichen Umgang mit Migranten. Doch viele Staaten haben in der Corona-Krise einen Kokon um sich gebildet – und sogar Europas Bischöfe verweigern ihm in großen Teilen die Gefolgschaft. Warum?

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          Am Pfingstsonntag hätte Franziskus nach Malta und Gozo reisen sollen. Doch wie schon die geplante Tagesreise nach Acerra nahe Neapel vom 24. Mai wird auch dieser Besuch auf dem kleinen Archipel im Mittelmeer ausfallen. Mit der Reise nach Acerra wollte der Papst an den fünften Jahrestag der Fertigstellung seiner Umwelt-Enzyklika „Laudato si’“ erinnern und seinen Aufruf zu einem schonenden Umgang mit der Schöpfung im „gemeinsamen Haus“ Gottes ins Gedächtnis rufen.

          Thomas Jansen

          Redakteur in der Politik.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Der Besuch in Malta und Gozo hätte ein zweites zentrales Thema seines Pontifikats ins Zentrum rücken sollen: den humanen Umgang mit Migranten in aller Welt. Als Motto für seine Reise hatte der Papst einen Satz aus der Apostelgeschichte gewählt, der beschreibt, wie Paulus und seine auf der Schiffsreise nach Rom vor Malta gestrandeten Begleiter von den Maltesern gerettet wurden: „Die Einheimischen erwiesen uns ungewöhnliche Menschenfreundlichkeit.“

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