Spanien : Der Linksruck beginnt als Amateurstunde

Nach dem Linksruck bei den Kommunalwahlen in Spanien treffen manche Amtsträger unsanft auf die Realität. Nicht einmal eine Woche seit ihrer Machtübernahme müssen sich die neuen Amtsinhaber mit Fehltritten und Rücktritten auseinandersetzen.
Die „Revolution in den Rathäusern“ Spaniens begann mit viel Symbolik. In Madrid und Barcelona, den beiden größten Städten des Landes, kürzten sich die frisch gewählten Bürgermeisterinnen Manuela Carmena und Ada Colau die Gehälter und fuhren mit der Metro ins Büro, nachdem sie frühmorgens schon ein paar Zwangsräumungen gestoppt hatten. In Valencia, der drittgrößten Stadt, kam der linksgerichtete Ökologe Joan Ribó mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das Trio, das die zum Teil jahrzehntelang regierenden Konservativen aus den Rathäusern vertrieben hat, kündigte ein „neues Zeitalter“ mit mehr sozialer Gerechtigkeit und weniger Korruption an.





