https://www.faz.net/-gpf-9l98o

Brasilien : Bolsonaro will Jahrestag des Militärputschs feiern

  • Aktualisiert am

Brasiliens heutiger Präsident Jair Bolsonaro vergangenen November bei einer Veranstaltung des Militärs Bild: AFP

1964 begannen in Brasilien mehr als zwei Jahrzehnte Militärdiktatur. Präsident Bolsonaro verhehlt seine Sympathie für das damalige Regime nicht. Es soll „angemessene Gedächtnisfeiern“ geben.

          1 Min.

          Brasiliens ultrarechter Staatschef Jair Bolsonaro hat Gedenkfeierlichkeiten zum 55. Jahrestag des Militärputsches von 1964 angeordnet. Am 31. März solle es „angemessene Gedächtnisfeiern“ geben, sagte Präsidentensprecher Otávio Rêgo Barros am Montag in der Hauptstadt Brasília. Das Gedenken solle vom Verteidigungsministerium organisiert werden.

          Auf den Putsch vom 31. März 1964 waren 21 Jahre Militärdiktatur gefolgt, die von zahlreichen Menschenrechtsverletzungen geprägt waren. Nach Angaben einer Wahrheitskommission wurden in der Zeit rund 440 Menschen aus politischen Gründen getötet, hunderte weitere Regierungsgegner wurden inhaftiert und gefoltert.

          Präsident war Offizier

          Bolsonaro, selbst ein ehemaliger Offizier, hat in der Vergangenheit immer wieder seine Sympathie für die Militärdiktatur bekundet. Rund die Hälfte seiner Minister sind Militärs.

          Der Präsidentensprecher sagte am Montag, Bolsonaro betrachte die Ereignisse vom 31. März 1964 nicht als Militärputsch. Vielmehr hätten sich „Zivilisten und Soldaten“ in unruhigen Zeiten zusammengeschlossen, und das Land wieder auf die richtige Spur geführt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Christian Lindner hat bei der Grundrente bewiesen: Die FDP lebt. Hier spricht er bei einer Veranstaltung im Dezember 2017.

          Einigung auf Grundsteuer : Die FDP lebt

          Die FDP hat ihre Vetomacht im Bundesrat klug genutzt. Die neue Grundsteuer ist ungewohnt freiheitlich für Deutschland. Ein großes Manko des Steuer-Monstrums bleibt dennoch.
          Das Brexit-Abkommen sei nur ein erster Schritt, dem die Regelung des Verhältnisses zwischen der EU und dem Nichtmitglied Großbritannien folgen müsse, sagt Brexit-Chefunterhändler Michel Barnier.

          Ringen um den Brexit : Gibt es doch noch einen neuen Deal?

          Noch ist in den Brexit-Verhandlungen alles offen. Doch in Brüssel wird bereits mit Argusaugen verfolgt, wie sich jene Unterhaus-Abgeordneten positionieren, auf deren Unterstützung Johnson für ein Abkommen angewiesen ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.