Black Hawk statt Taipan : Australien stampft noch ein europäisches Rüstungsprojekt ein

Drei Monate nach der Beendigung eines U-Boot-Projekts mit Frankreich kündigt Canberra an, europäische Hubschrauber vorzeitig ausmustern und durch amerikanische ersetzen zu wollen.
Nachdem Australien schon das U-Boot-Geschäft mit Frankreich aufgekündigt hatte, wird das Land nun auch Dutzende Militärhubschrauber europäischer Herstellung vorzeitig ausmustern. An ihrer Stelle werde die Regierung in Canberra bis zu 40 amerikanische Black-Hawk-Helikopter anschaffen, wie der australische Verteidigungsminister Peter Dutton am Freitag mitteilte. Der Minister begründete den Schritt, die von einer Airbus-Tochter entwickelten Hubschrauber des Typs MRH-90 Taipan anstatt wie geplant erst im Jahr 2037 sofort abzuschaffen, unter anderem mit einer „wachsenden Bedrohung“ durch China im Indopazifik. „Australien kann nicht seinen Kopf in den Sand stecken und so tun, als gebe es keinen Anlass zu Bedenken im Indopazifik“, sagte Dutton. Es gebe mittlerweile viele Länder, die über die Aufrüstung Chinas besorgt seien. Angesichts dieser Lage müsse sichergestellt werden, dass den australischen Streitkräften die beste Ausrüstung zur Verfügung stehe.





