https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/argentinien-will-mit-grossbritannien-ueber-falklandinseln-verhandeln-18124396.html

UN verabschiedet Resolution : Argentinien will mit Großbritannien über Falklandinseln verhandeln

  • Aktualisiert am

Fahne in Stanley zum 40. Jahrestag des Waffenstillstands auf den Falkland-Inseln am 18. Juni 2022 Bild: dpa

„Militärische Siege verleihen keine Rechte.“ Argentinien hat vor der UN eine Resolution über eine Neuverhandlung der Falkland-Inseln erreicht. Der Konflikt hatte sich wegen neuentdeckter Öl- und Gasvorkommen verschärft.

          1 Min.

          40 Jahre nach Ende des Falkland-Kriegs will Argentinien mit Großbritannien über die Souveränität der Inselgruppe im Südatlantik verhandeln. „Es ist an der Zeit, dass Großbritannien auf die internationale Gemeinschaft hört und die Verhandlungen wieder aufnimmt“, sagte Außenminister Santiago Cafiero am Donnerstag vor dem UN-Komitee für Dekolonialisierung in New York. „Militärische Siege verleihen keine Rechte. Der Konflikt von 1982 hat die Grundlage des Disputs über die Souveränität zwischen Argentinien und Großbritannien nicht verändert.“

          Die Falklandinseln stehen seit 1833 unter britischer Verwaltung. Zuvor hatte Argentinien die Inselgruppe physisch in Besitz genommen, nachdem Spanien den Unterhalt seiner südamerikanischen Kolonie einstellte. Die argentinische Siedlung in Port Louis zählte da bis zu 100 Einwohner.

          1982 griff Argentinien die Inseln an. Die damalige Militärjunta wollte nach Einschätzung von Historikern von innenpolitischen Problemen ablenken. Nachdem Argentinien während des 72 Tage dauernden Kriegs eine Reihe von Niederlagen hinnehmen mussten, unterzeichneten beide Seiten einen Waffenstillstand. Insgesamt kamen 649 Argentinier, 255 Briten und drei Inselbewohner ums Leben. Argentinien erhebt weiterhin Anspruch auf die Inseln, die dort Malvinas genannt werden.

          Das UN-Komitee für Dekolonialisierung verabschiedete eine Resolution, in der Großbritannien und Argentinien zu Verhandlungen aufgefordert werden. 2013 hatten sich die Bewohner der Inseln mit großer Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen. Nach der Entdeckung von Öl- und Gasvorkommen rund um die Inseln hat sich der Konflikt wieder verschärft.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          In der Fraktion hat Merz schon viele positiv überrascht, zum Beispiel mit seiner Bereitschaft, zu lernen.

          Friedrich Merz : Jetzt ist er sogar für die Frauenquote

          Der CDU-Chef will seine Kritiker für sich einnehmen. Dabei darf er seine alten Fans nicht verlieren. Eine Gratwanderung, vor allem beim Thema Frauenquote.

          Appell der Intellektuellen : Putins nützliche Idioten

          Deutsche Intellektuelle fordern einen Waffenstillstand im Ukrainekrieg und leugnen den Unterschied zwischen dem Aggressor und denen, die Widerstand leisten. Das spielt dem Machthaber im Kreml in die Hände. Ein Gastbeitrag.
          Kaum zu kriegen: Auf eine neue Rolex müssen Kunden oft mehrere Jahre warten.

          Luxusmarkt für junge Menschen : Bock auf Rolex

          5000 Euro und mehr für eine Uhr: Klassische Luxusuhren gelten bei vielen jungen Menschen als Statussymbol. Daran ändert auch die Smartwatch nichts. Woher rührt der neuerliche Hype?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.