Angola : Wahlkampf auf einem abschüssigen Spielfeld

Angola ist dank großer Ölvorkommen reich, aber die Bevölkerung spürt davon wenig. Dem wachsenden Protest vor der Wahl begegnet das Regime mit Repression.
Selbst an seinem 70. Geburtstag gönnte sich Angolas Präsident José Eduardo dos Santos keine Pause: Er weihte am Dienstag zwei Krankenhäuser ein, eine Kläranlage, ein Medien- und Kulturzentrum und schließlich die für viele Millionen Euro neu gestaltete Uferpromenade der Hauptstadt Luanda. Es war sein Schlussspurt in einem tagelangen Einweihungs-Marathon durchs ganze Land, man könnte auch sagen seiner Wahlkampftour. „Camarada Presidente“ („Genosse Präsident“), wie sich Dos Santos gerne nennen lässt, will sich an diesem Freitag vom Volk im Amt bestätigen lassen. Es wäre das erste Mal in seiner fast 33 Jahre währenden Herrschaft.





