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Islamistischer Terrorismus : Kamerun befreit 900 Geiseln von Boko Haram

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Soldaten bewachen einen Markt in der nigerianischen Stadt Kano, auf dem sich ein Boko-Haram-Terrorist in die Luft gesprengt hatte. Auch in Kamerun wüten die Islamisten. Bild: AP

Bei dem Großeinsatz in der Grenzregion zu Nigeria hat die Polizei 100 Boko-Haram-Terroristen verhaftet. Zuvor hatten sich zwei Selbstmordattentäterinnen im Norden Kameruns in die Luft gesprengt.

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          Kamerun hat rund 100 Mitglieder der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram festgenommen und mehr als 900 Geiseln befreit. Das teilte Verteidigungsminister Joseph Beti Assomo am Mittwoch mit. Der Einsatz zur Terrorismusbekämpfung habe letzte Woche über drei Tage in der Kameruner Grenzregion zu Nigeria stattgefunden. „Erhebliche Mengen“ Waffen und Munition seien ebenfalls beschlagnahmt worden, sagte Assomo.

          Wenige Stunden zuvor hatten zwei Selbstmordattentäterinnen im Norden Kameruns sechs Menschen mit sich in den Tod gerissen. Die Bomben seien in der Nacht zum Mittwoch in der Kleinstadt Waza im Bundesstaat Far North Region detoniert, sagte ein Befehlshaber der Armee. Eine dritte Täterin sei von Soldaten getötet worden, bevor sie ihren Sprengstoffgürtel zünden konnte.

          Die Tat erinnerte an frühere Anschläge der sunnitischen Fundamentalisten. Die Gruppe terrorisiert den Nordosten Nigerias und die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer Kamerun, Niger und Tschad. Bei Anschlägen der Gruppe wurden seit 2009 mindestens 14.000 Menschen getötet.

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