Proteste in Abchasien : Wo Moskau die Zügel anzieht

Russland tritt als Abchasiens Schutzmacht auf. Doch viele Bewohner der von Georgien abtrünnigen Region lehnen ein Abkommen mit Moskau ab, das Investitionen erleichtern soll.
In Abchasien, dem von Georgien abtrünnigen Küstenstreifen am Schwarzen Meer, ist ein Machtkampf entbrannt. Im Hauptort Suchumi halten Demonstranten seit Freitag das Parlamentsgebäude, den Regierungssitz sowie die Residenz des sogenannten Präsidenten besetzt. Dessen aktueller Hausherr, Aslan Bschanija, hat Berichte über seine Flucht zurückgewiesen, sich aber in seinen etwa 40 Kilometer von Suchumi entfernten Heimatort Tamysch zurückgezogen. Der 61 Jahre alte frühere Geheimdienstchef bot seinen Rücktritt an, sollten die Demonstranten die Besetzungen abbrechen. Ihm gehe es nicht um seine Macht, sondern darum, die abchasische „Staatlichkeit“ zu wahren.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





