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Bayerischer Innenminister : „Unding, dass Anis Amri einreisen konnte“

  • -Aktualisiert am

Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Bild: dpa

Joachim Herrmann sagt, der Terrorverdächtige hätte mit den von der CSU geforderten Transitzonen nicht einreisen können. Außerdem würden Gesichtserkennungssysteme in der Fahndung erheblich helfen.

          Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kritisiert nach dem Anschlag in Berlin den aus seiner Sicht mangelnden Schutz deutscher Grenzen. „Gäbe es die von der CSU geforderten Transitzentren an deutschen Grenzen, dann könnte jemand wie Anis Amri in Deutschland nicht frei herumreisen. Denn bei Zweifeln an der Identität und so einem Vorleben gäbe es dann schon keine Einreise in das Bundesgebiet. Das ist ein Unding, dass Amri überhaupt einreisen konnte“, sagte Herrmann am Donnerstag FAZ.NET.

          Neben Transitzentren fordert Herrmann eine effektivere Grenzsicherung durch eine striktere Einreisepolitik. So hätten die Erkenntnisse für die Amerikaner anscheinend ausgereicht, eine Gefahr in Amri zu sehen. „In den Vereinigten Staaten etwa führt das zu einem strikten Einreiseverbot. Wir müssen uns in Europa schon fragen, wie es sein kann, dass er sich bei uns frei bewegen kann“, sagte Herrmann. In der aktuellen Großfahndung hätten die Behörden insgesamt gute Instrumente zur Hand. Zwar seien Gesichtserkennungssysteme allein kein Allheilmittel. „Aber sie könnten der Polizei gerade erheblich in ihrer Fahndung nach Amri helfen“, so der bayerische Innenminister.

          Herrmann begrüßte zudem die inzwischen verbreitete Einsicht, dass man verstärkt in Sicherheitskräfte investieren müsse. Während Bayern in den letzten Jahren erheblich in die personelle und materielle Ausstattung der Sicherheitskräfte investiert habe, hätten einige Bundesländer ihre Polizei „vernachlässigt“. Doch dort finde nun ein Umdenken statt.

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