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60 Tote : Streit um Verantwortung für Angriff im Jemen

  • Aktualisiert am

Das zerstörte Dach des Gefängnisses in der jemenitischen Provinz Saada Bild: Reuters

Ein Gefängnis in der Provinz Saada sei nicht wissentlich bombardiert worden, sagt das von Saudi-Arabien geführte Militär-Bündnis. Das Ziel habe auf keiner Nicht-Angriffs-Liste gestanden.

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          Das von Saudi-Arabien geführte Militär-Bündnis gegen Huthi-Rebellen im Jemen hat Berichte über einen wissentlichen Angriff auf ein Gefängnis mit mehr als 60 Toten zurückgewiesen. Das Gebäude in der Provinz Saada sei nicht als verbotenes Ziel ausgewiesen gewesen, sagte ein Sprecher der Allianz am Samstag der saudischen Nachrichtenagentur SPA. Es stehe nicht auf den mit dem Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten im Jemen (OCHA) vereinbarten Nicht-Angriffs-Listen und sei auch nicht vom Internationalem Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gemeldet gewesen. Es falle zudem nicht unter die Dritte Genfer Konvention für Kriegsgefangene. Man werde das OCHA und das IKRK über Fakten und Details des Einsatzes informieren.

          Bei dem Angriff starben am Freitag Berichten zufolge mehr als 60 Menschen, darunter auch afrikanische Migranten. Bei dem Gebäude handelte es sich demnach um ein Gefängnis in der Provinz Saada, die von Huthi-Rebellen gehalten wird. UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte den Angriff. Sein Sprecher erklärte, es seien auch noch weitere Luftangriffe aus anderen Teilen des Jemen gemeldet worden, bei denen auch Kinder getötet worden seien.

          Im Jemen tobt seit Jahren ein Stellvertreterkrieg zwischen den Regionalmächten des sunnitisch geprägten Saudi-Arabien und dem schiitisch geprägten Iran. Die von Saudi-Arabien geführte Allianz hat in dieser Woche Luftangriffe auf vorgeblich militärische Bereiche der Huthi nach einem zuvor beispiellosen Angriff der Huthis auf das Koalitionsmitglied Vereinigte Arabische Emirate intensiviert. Guterres forderte, diese Eskalation müsse aufhören. Die Vereinigten Staaten stehen an der Seite Saudi-Arabiens. Der amerikanische Außenminister Antony Blinken sagte am Freitag, man sehe die Verschärfung des Konflikts mit großer Sorge.

          Bild: F.A.Z.

          Bislang sind in dem Konflikt zehntausende Menschen getötet und Millionen weitere vertrieben worden. Er geht zurück auf das Jahr 2014, als die Huthis den jemenitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi entmachteten, dem sie Korruption und Misswirtschaft vorwarfen.

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