Was vom Menschen übrig blieb
Wer versteht schon die Wirtschaft, die wir Kapitalismus nennen? Elfriede Jelineks neues Stück „Unter Tieren“, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, versucht sich in Antworten. Ist das eine gute Idee?
Wer versteht schon die Wirtschaft, die wir Kapitalismus nennen? Elfriede Jelineks neues Stück „Unter Tieren“, bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, versucht sich in Antworten. Ist das eine gute Idee?
Molière braucht hier keine Geschmacksverstärker. Und wenn wir könnten, würden wir so reden wie er. Jette Steckel inszeniert in Salzburg einen hinreißenden „Menschenfeind“.
Die Ausstellung im Salzburger Mirabellgarten mit Mozart-Skulpturen von Ottmar Hörl ist abgebrochen worden. Mehr als neunzig Prozent der Figuren wurden gestohlen, da hört sich der Spaß endgültig auf.
Im Fernverkehr soll die Deutsche Bahn bald größere Konkurrenz aus Italien bekommen. Wie die aussehen soll, müssen jetzt Gerichte entscheiden.
Nach langem Hin und Her wird Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau nun als Polizeizentrum genutzt. Die Touristen stört das wenig.
Seit bald 140 Jahren können Salzburger und ihre Besucher im Zentrum der Stadt die aktuellen Wetterdaten ablesen. Auch in Zeiten der Hitzerekorde. Was macht das mit uns?
Der Urlaub kommt erst noch, die Festivals locken, aber die Arbeit geht vor. Was tun?
Beklemmend: Jewgeni Kissin gibt bei den Salzburger Festspielen einen Klavierabend, in dem er nur mühevoll zur einstigen Gelöstheit findet.
Während der Musikfestspiele ist auch in Salzburgs Galerien die Zeit für große Schauen angebrochen: Da gibt es turnende Affen, eine Wand aus Licht und Landschaften in Kästen. Ein Rundgang durch die besten Ausstellungen.
Dass der Name einer Stadt zum Synonym für einen einzigen Künstler und sein Werk wurde, ist in Deutschland einzigartig. Doch in der komplizierten Beziehung von Wagner und Bayreuth ändert sich gerade einiges.
Es ist ein Fest: Ádám Fischer und Birgit Kajtna-Wönig bringen bei den Salzburger Festspielen Mozarts frühe Oper „Lucio Silla“ heraus.
Olivier Messiaens Oper „Saint François d’Assise“ in der Inszenierung von Romeo Castellucci gerät für Markus Hinterhäuser zum späten Höhepunkt seiner vorzeitig abgebrochenen Intendanz der Salzburger Festspiele.
Der „Plagiatsjäger“ bringt mit seinen Gutachten Wissenschaftler, Politiker und Journalisten zu Fall. Die Liste seiner Feinde ist lang. Aber das schert ihn bei seiner Wahrheitssuche nicht. Eine Begegnung.
Verrückt, wie leise man öffentlich singen kann: Georg Nigl sinnt Shakespeares Narren nach und lässt sich von Dörte Lyssewski auf den Weisheitszahn fühlen. Zum vierten Mal veranstaltet der Bariton seine Salzburger „Nachtmusiken“.
Bei den Salzburger Festspielen zeigt Ersan Mondtag, was er von Richard Strauss’ Oper „Ariadne auf Naxos“ hält: nichts! Ein Trost ist nur, dass Christina Nilsson die Titelpartie singt.
Was mir meine Bücher erst möglich machte: Zur Schriftstellerin wurde ich, als ich ausgerechnet in den Kolonien erkannte, dass wir Menschen im Wesen alle gleich sind.
Warum alte Karten und späte Tourenstartzeiten in den Alpen jetzt besonders gefährlich werden – Fachleute geben wichtige Tipps für sichere Bergtouren.
Belarussische Einzelhaft, der Krieg in Kiew und die Salzburger Festspiele: Katja Petrowskaja sucht auf Reisen nach Momenten der Gemeinschaft. Wie bewahrt man die Freude, wenn die Welt brennt?
„Der fliegende Holländer“ in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov ist letztmalig in Bayreuth zu sehen. Sie ist meisterlich und auch musikalisch eine Freude.
Markus Hinterhäuser gibt bei den Salzburger Festspielen seinem Rauswurf zum Trotz einen Liederabend mit Matthias Goerne. Sie finden in Schuberts „Winterreise“ wenig Tröstendes, aber am Ende einen utopischen Ausblick.
Hammershøis graue Moderne in Zürich, Thomas Demands Ansichten von Bühnenmodellen in Wien und Karl Simrock mit den Brüdern Grimm in Bonn. Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons für August 2026.
Michael Leiters will Porsche neu ausrichten. Im ersten großen Interview kündigt der Vorstandsvorsitzende des Sportwagenherstellers neue Modelle an – und spricht über das besondere Verhältnis zu VW.
Bei den Salzburger Festspielen liefern die Wiener Philharmoniker mit Gustavo Dudamel bestgeölten und erschütterungsfreien Mahler ab. Aber Grigory Sokolov führt uns am Klavier in selbstverlorene Glückseligkeit.
Die traditionsreiche Art & Antique kommt zurück, die junge SIFAF bleibt: Den Salzburger Festspielsommer bereichern in diesem Jahr zwei Kunstmessen mit breitem Angebot.
Nach zähen Verhandlungen einigt sich Österreichs Regierung auf eine Wehrdienstreform. Auf die Grundausbildung folgen künftig drei Monate verpflichtender Übungen.
Die Bühne ein Bretterhaufen, zwei falsche Schnurrbärte und ein Paar roter Mützen: Peter Handkes „Schnee von gestern, Schnee von morgen“ wird in der Regie von Jossi Wieler in Salzburg uraufgeführt.
Georges Bizets Oper „Carmen“ lebt bei den Salzburger Festspielen aus ihrer intensiven Körperlichkeit. Individuelles Profil gewinnt aber nur Asmik Grigorian in der Titelrolle.
Selbstgespräch eines Schwachsinnigen: Ulrich Rasche versucht mit seiner „Faust“-Inszenierung bei den Salzburger Festspielen sein Image als monotoner Drehbühnen-Regisseur zu konterkarieren. Mit Erfolg?
Amir Gudarzi ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Dramatiker seiner Generation. Aber er ist auch ein Flüchtling vor Folter und Tod. Bei einem Treffen im frühsommerlichen Wien beweist er den Mut, witzig zu bleiben.
Der Kampf um Macht hat die Sehnsucht nach Kunst in Salzburg gerade gehörig zur Seite gedrückt: Die Festspiele eröffnen mit nacktem Hintern, zwielichtigem Kerzenschein und dem Blick in eine ungewisse Zukunft.
Neun Wochen schulfrei in Österreich bringen viele Eltern an ihre Grenzen. Zwischen Betreuungslücken und wachsenden Feriencamps wird der Sommer zur Kostenfrage.
Der Bariton Konstantin Krimmel ist dankbar für Kindheitstage auf dem rumänischen Dorf, für Gutenachtgeschichten seines Vaters und glaubt, dass man auch von Peter Alexander lernen kann.
Bevor nicht klar ist, ob das neue EU-Asylsystem funktioniert, kann Deutschland nicht auf die Sicherung seiner Grenzen verzichten.
Zweites Leben für Hotels nach der Großinsolvenz: Für viele Häuser der Revo-Gruppe geht es unter neuen Namen weiter. Die Zerteilung des Konzerns nutzen auch ausländische Ketten für den Sprung nach Deutschland.
Österreichs Politiker haben den Vertrag des Grazer Opernintendanten Ulrich Lenz nicht verlängert, obwohl der sehr erfolgreich war. Warum soll Marlene Hahn nun besser sein?
Jerry Cotton