Salzburger Festspiele : Krähenkrächzen im Affentheater

Markus Hinterhäuser gibt bei den Salzburger Festspielen seinem Rauswurf zum Trotz einen Liederabend mit Matthias Goerne. Sie finden in Schuberts „Winterreise“ wenig Tröstendes, aber am Ende einen utopischen Ausblick.
Salzburg geht mit seinem Musen-Sommerfest eher sparsam um; nur vereinzelte Aufsteller oder Transparente weisen darauf hin. Die Brücke zwischen beiden Seiten der Altstadt immerhin ist dicht beflaggt, was ein schönes Bild geben könnte. Nicht dieser Tage allerdings: Dröge baumeln die Stoffbahnen unter dem zunehmenden Hitzeglast an ihren Masten, das Festspielsignet ist verformt und kaum zu erkennen. In den Fenstern einiger Buchhandlungen aber liegt eine rot gebundene Broschüre des Autors Sven Hartberger: „Das Salzburger Große Affentheater“ heißt sie und handelt „Vom Ende der Ära Markus Hinterhäuser“.
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