BDS-Fan und Putinversteher :
Münchens OB will Konzert von Roger Waters stoppen

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Roger Waters, ehemalige Frontmann der britischen Rockgruppe Pink Floyd, spielt bei einem Konzert in New York.
Roger Waters, ehemalige Frontmann der britischen Rockgruppe Pink Floyd, spielt bei einem Konzert in New York.dpa

Der Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters tritt für den Boykott Israels ein und hat Verständnis für Putins Angriffskrieg. In München, dessen Partnerstadt Kiew ist, soll Waters 2023 auftreten. OB Dieter Reiter will das Konzert verhindern.

Mit Großveranstaltungen hat München zurzeit keinen guten Lauf. Im August wurde ein für Silvester geplantes Konzert der Band Rammstein abgesagt, kurz darauf gab es Zuschauerfrust bei Robbie Williams und Helene Fischer in Riem. Nun ist ein Streit entbrannt, weil die Olympia München Gesellschaft, eine städtische Tochterfirma, die Olympiahalle für ein Konzert von Rogers Waters 2023 vermietet hat.

Der Pink-Floyd-Mitbegründer tut sich als Unterstützer der Israel-Boykottbewegung BDS hervor und sieht nachvollziehbare Gründe für den Angriff Russlands auf die Ukraine.

Ende 2017 hatte München beschlossen, keine Räume mehr an den BDS zu vermieten, war damit aber vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Waters trat 2018 in München auf, Oberbürgermeister Dieter Reiter zieh ihn des Antisemitismus, wogegen der Musiker anwaltlich vorging.

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Warum die Olympiapark GmbH erneut einen Vertrag mit Waters schloss, ohne den Aufsichtsrat zu informieren? Man habe keine juristische Ablehnungsmöglichkeit gesehen. Reiter sagte hierzu: „Im Lichte der verschwörungstheoretischen Äußerungen zum Angriffskrieg Russlands kann ich auch mit Blick auf unsere Partnerstadt Kiew, die gerade wieder schreckliche Bombenangriffe durch Russland erlebt, nur die Olympiapark GmbH bitten, nochmal zu prüfen, ob dieses Konzert tatsächlich stattfinden muss.“ Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle fordert eine Absage des Konzerts.

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