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Song Contest in Israel : Künstler rufen zu Boykott auf

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Gewinnerin mit einer Nationalität, die nicht jedem passt: Vorjahressiegerin Netta in Lissabon. Bild: dpa

In einem Offenen Brief an die BBC fordern britische Künstler, den Eurovision Song Contest in Israel zu boykottieren. Zu den Unterzeichnern gehören Vivenne Westwood, Peter Gabriel und Roger Waters.

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          Fünfzig britische Künstler haben sich in einem Offenen Brief an die BBC gewandt. Die Rundfunkanstalt will am 8. Februar den nationalen Vorentscheid „You decide“ ausstrahlen. Geht es nach den Unterzeichnern, soll Großbritannien sich dem Wettbewerb im Mai jedoch gänzlich verweigern. „Wir können Israels systematische Verletzung von palästinensischen Menschenrechten nicht ignorieren“, heißt es in dem Schreiben, das der Guardian am 29. Januar abgedruckt hat.

          Das Prinzip „You decide“, also „Du entscheidest“, stehe Palästinensern nicht zur Verfügung, heißt es weiter, denn ihnen stünde nicht zur Wahl, die militärische Besetzung durch Israel zu beenden und frei von Apartheid zu leben. Wo Diskriminierung und Ausgrenzung so tief verwurzelt seien, klinge das Versprechen des Song Contests, Vielfalt und Inklusion zu feiern, hohl. Zu den Unterzeichnern gehören die Schauspielerin Julie Christie, Musiker Peter Gabriel, Autorin AL Kennedy, Regisseur Ken Loach, Musiker Roger Waters und die Modedesignerin Vivienne Westwood. Bereits im September gab es einen europaweiten Aufruf, den Song Contest in einem anderen Land stattfinden zu lassen.

          Die BBC hat inzwischen signalisiert, den Forderungen nicht nachzukommen. Es handele sich nicht um eine politische Veranstaltung, und es würden keine politischen Botschaften unterstützt. Die Veranstaltung wird am 18. Mai in Tel Aviv stattfinden – und nicht in Jerusalem, wie von Israels Premier Benjamin Netanjahu ursprünglich geplant.

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