TV-Kritik Maybrit Illner :
Die schaffen das vielleicht sogar

Von
Oliver Jungen
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CDU-Verhandler Carsten Linnemann und SPD-Verhandlerin Manuela Schwesig ließen sich bei Maybrit Illner nicht auseinanderdividieren.
CDU-Verhandler Carsten Linnemann und SPD-Verhandlerin Manuela Schwesig ließen sich bei Maybrit Illner nicht auseinanderdividieren.ZDF/Jule Roehr

Ehrlich und entschlossen präsentierten Manuela Schwesig und Carsten Linnemann den viel gescholtenen Koalitionsvertrag: Das ließ Zuversicht keimen. Eine Liebesheirat wird diese Regierung wohl nicht – aber zu einer Vernunftehe könnte es reichen.

Die Tinte der Unterschriften unter dem Koalitionsvertrag war noch nicht trocken, da preschten schon Vertreter der Koalitionsparteien vor, um ab-, auf- und umzuwiegeln. Jens Spahn (CDU) hielt den angestrebten Mindestlohn von 15 Euro im Jahr 2026 lautstark für unwahrscheinlich, weil das Wirtschaftswachstum bis dahin kaum groß genug dafür sei. Saskia Esken (SPD) regte eine höhere Besteuerung von Spitzenverdienern an, um die Entlastungen weiter unten „aufkommensneutral“ zu halten; das wiederum trieb CDU-Mitglieder auf die Palme, man habe schließlich vereinbart, dass es keine Steuererhöhungen geben werde.

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