Das Attentat von Dallas : JFK fünfzig Jahre danach

Man weiß heute vieles über den Tod von John F. Kennedy. Aber nicht so viel, dass nicht noch Platz für Verklärung und Verschwörung bliebe. Die Literatur zum Gedenktag schwankt zwischen Thriller und Hagiographie.
In einem Tresorraum liegt im Nationalarchiv der Vereinigten Staaten im Bundestaat Maryland, aufbewahrt bei minus 4 Grad, der Film, 26,6 Sekunden lang, den der Amateurkameramann Abraham Zapruder am 22. November 1963 drehte und der das meistgesehene Fragment der Filmgeschichte sein soll. Er zeigt den amerikanischen Präsidenten Kennedy neben seiner Frau Jacqueline auf dem Hintersitz einer dunkelblauen Lincoln Continental-Limousine mit offenem Verdeck. Gefolgt vom Motorradescort der Polizei fährt das Auto langsam durch eine Straße in Dallas. Der Präsident winkt den Leuten zu, die auf den Bürgersteigen stehen, irgendwann beugt er sich leicht nach vorne, Jackie scheint ihn etwas zu fragen und umarmt ihn, während Texas-Gouverneur Connally, der auf dem Vordersitz des Wagens mitfährt, sich langsam auf den Schoß seiner Frau lehnt.





