Ukraine-Krise :
Deutsche Industrie lehnt schärfere Russland-Sanktionen ab

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„Ich finde es falsch, Manager zu kritisieren, die sich bemühen, mit Russland im Gespräch zu bleiben“: Manager Werner Wenning
„Ich finde es falsch, Manager zu kritisieren, die sich bemühen, mit Russland im Gespräch zu bleiben“: Manager Werner WenningAP

In der deutschen Industrie rumort es wegen den immer schärfer werdenden Sanktionen gegen Russland. Der Multi-Aufsichtsrat Werner Wenning warnt im Interview mit der Sonntagszeitung davor, den Bogen zu überspannen.

Die deutsche Industrie will keine weiteren Sanktionen gegen Russland. Man dürfe die „Beziehungen nach Moskau jetzt nicht abschneiden“, sagte Werner Wenning, Aufsichtratsvorsitzender von Eon und Bayer, im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Man sollte sich hüten, die über Jahrzehnte entwickelten Handelsbeziehungen zu unterbrechen“. Der Top-Manager, der außerdem in den Kontrollgremien von Siemens und Henkel sitzt, hob hervor, dass weltweit tätige Unternehmen sich mit den Verhältnissen vor Ort zu arrangieren hätten: „Wir Unternehmer können uns nicht jedes Mal das politische System aussuchen. Wir können nicht bei jedem Umsturz die Maschinen mitnehmen, das Land verlassen und sagen: Wir kommen wieder, wenn ihr unserem Verständnis von Demokratie entsprecht.“

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