Deutsche Bahn auf Chef-Suche :
Alles hört auf kein Kommando!

Von
Marc Felix Serrao
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Staat marschiert voran: Bundesverkehrsminister Dobrindt (rechts) lässt Rüdiger Grube hinter sich herlaufen.
Staat marschiert voran: Bundesverkehrsminister Dobrindt (rechts) lässt Rüdiger Grube hinter sich herlaufen.Reuters

Die Deutsche Bahn schlingert durch ihre Krise. Die Regierung sucht dringend nach einem neuen Chef. Noch besser wäre es, sie hätte ein Konzept für den angeschlagenen Konzern.

Claus Weselsky ist kein Mensch, der gerne zugibt, von irgendetwas überrascht worden zu sein. Dafür ist dem 57-jährigen Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sein Ruf als abgebrühter Verhandler zu wichtig. Aber am vergangenen Montagmorgen war auch er verdattert. Der Gewerkschafter führt seit Januar Schlichtungsgespräche mit der Deutschen Bahn; mit zwei Gewerkschaftskollegen, drei Vertretern des Konzerns sowie den Schlichtern Bodo Ramelow (Linke) und Matthias Platzeck (SPD) diskutierte Weselsky am Montag darüber, wie die 35.000 Lokführer und Zugbegleiter künftig mit ihren freien Tagen umgehen sollen.

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