AfD-Hochburg Querfurt : Das fremdenfeindliche Städtchen ohne Ausländer

In Querfurt in Sachsen-Anhalt hat bei der Landtagswahl jeder dritte Wähler für die AfD gestimmt. Ein Blick hinter die Kulissen einer Kleinstadt, in der nur jeder 550. Einwohner Flüchtling ist, die aber viel Angst vor Fremden hat.
Schon auf der Hinfahrt fühlt man sich als Fremder nicht willkommen. In der Konditorei am Busbahnhof von Röblingen am See, von wo aus man nur per Bus oder Privatauto nach Querfurt gelangen kann, trinken die Fahrgäste gerne einen Kaffee, um die Wartezeit zu überbrücken. Freundlich erklärt einem die Bedienung, eine ältere Frau mit typisch sächsischem Akzent, wann der nächste Bus fährt. Auch den Kaffee serviert sie mit einem Lächeln. Fragt man jedoch, ob man die Toilette benutzen darf, schüttelt sie entschieden den Kopf. „Das ist schließlich eine Konditorei“, sagt eine Frau, die auch im Café wartet. Sie nickt in Richtung andere Straßenseite, „versuchen Sie’s doch mal beim Türken, der hat einen Dönerladen.“ Soll der Fremde doch beim Ausländer austreten.





