Reparationsforderungen :
Die Aufrechnung der Verluste

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Plakate in Warschau: Der Ruf nach Reparationen wird lauter, doch die Bundesregierung hält dagegen.
Plakate in Warschau: Der Ruf nach Reparationen wird lauter, doch die Bundesregierung hält dagegen.AP

Die polnische Regierung treibt die Debatte über Reparationen voran. Ein Gutachten des polnischen Parlaments liefert weitere Argumente. Die Bundesregierung bleibt bei ihrer Haltung – eine schwierige Gratwanderung.

Es ist dreizehn Jahre her, da forderte das polnische Parlament die Regierung einstimmig auf, mit Deutschland Verhandlungen über Reparationen für die Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs zu beginnen. Die Resolution war eine Antwort auf die Entschädigungsforderungen deutscher Vertriebener, mit denen diese nach dem EU-Beitritt Polens wenige Monate zuvor gedroht hatten. Aus Sicht vieler Polen war schon die Vorstellung obszön, dass ihr Land, das erste Opfer des Zweiten Weltkriegs, von Bürgern des Landes, von dem sie überfallen worden waren, auf Entschädigung für die Kriegsfolgen verklagt werden könnte. In einer emotionalen Aufwallung stimmten im September 2004 auch solche Abgeordnete für die Reparationsforderung, die sich stets für die deutsch-polnische Aussöhnung eingesetzt hatten.

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