FPÖ :
Widerlich

Richard Wagner
Ein Kommentar von
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Die Worte, die derzeit aus der FPÖ und ihrem deutschnationalen Dunstkreis zu hören sind, zeigen: Man tut gut daran, bei solchem Personal genau hinzuschauen.

Natürlich hat Bundeskanzlerin Angela Merkel recht, wenn sie die Wiener Regierung aus konservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ nicht so sehr an Worten, sondern an Taten messen möchte. Dies ändert aber nichts daran, dass Worte aus der FPÖ und ihrem deutschnationalen Dunstkreis sprachlos machen können wie zuletzt ein Liederbuch der Burschenschaft Germania, in dem der millionenfache Mord an den Juden lächerlich gemacht wird, und zu deren Mitgliedern der FPÖ-Spitzenkandidat in Niederösterreich zählt.

Es ist derlei rohes Vokabular, das Bundespräsident Alexander van der Bellen nun veranlasst hat, in scharfer Form – „Wo sind wir denn?“ – den Rücktritt des FPÖ-Kandidaten zu fordern. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der einst selbst in der Neonazi-Szene verkehrte und dies heute als „Jugendsünde“ verstanden wissen will, hatte sich zuvor gegen Antisemitismus, Totalitarismus und Rassismus ausgesprochen.

Man sollte zwar aus widerlichen Worten keinen unmittelbaren Tatendrang ableiten. Aber genau hinschauen muss man bei solchem Personal schon.

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