Bundeswehr : Panzer gegen Panzer
Panzer sind wieder in. Putin nutzt sie zur Annektion. Deshalb braucht Deutschland auch wieder welche.
In der Lüneburger Heide hatte man sich über Jahrzehnte daran gewöhnt: Panzerkolonnen, Geschützdonner, Tiefflüge. Heute ist es ruhiger. Wie lange noch? Verteidigungsministerin von der Leyen will in Bergen ein Panzerbataillon reaktivieren. Das passt zum permanenten Reform-Modus der Bundeswehr: Von einst 3500 Kampfpanzern sollten noch gut 200 übrig bleiben. Ihre Zeit schien vorbei.
Doch schon während der neuen, asymmetrischen Kriege ging es manchem auf, dass auch Panzer und Haubitzen nicht überflüssig sind. Nun ist im Osten Europas wieder eine neue Lage da, die freilich so neu nicht ist.
Denn dass Deutschland nach dem Ende des Kalten Krieges von den Benelux-Ländern militärisches Ungemach drohen würde, war doch etwas unwahrscheinlicher als ein Säbelrasseln des russischen Bären. Der nutzt jetzt Panzer zur Annektion – wie in schlechten alten Zeiten.
Wann lässt er anhalten? Und wenn er es nicht tut – was kann die Nato dem entgegensetzen? Fast nichts. Abschreckung findet nicht statt. Im Kalten Krieg war das anders. Heute sind sogar die Kulissen abgebaut.






