Kommentar zum INF-Vertrag : Das neue nukleare Spiel

Atomwaffen als Absicherung militärischer Operationen: Der Streit um den INF-Vertrag hat einen realen Hintergrund. Wo steht Deutschland in dieser Auseinandersetzung?
Die deutsche Politik ist so mit sich selbst beschäftigt, dass sie sogar auf ernste außenpolitische Entwicklungen nur noch reflexartig und formelhaft reagiert. Seit die amerikanische Regierung vor ein paar Tagen wissen ließ, dass sie den INF-Vertrag kündigen wolle, ein zentrales nukleares Abrüstungsabkommen aus dem Kalten Krieg, fiel den hiesigen Fachpolitikern nicht viel mehr ein, als die Beibehaltung des Vertrags zu fordern. Eine vertiefte Debatte über die komplexen Fragen, die mit diesem Teil der Atomrüstung verbunden sind, ersparte man sich. Das ist fahrlässig, denn es geht hier gerade für Deutschland nicht um Nebensächlichkeiten.






