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Angst vor Auslieferung : Ecuador bürgert Wikileaks-Gründer Assange ein

  • Aktualisiert am

Bild: EPA

Seit fünf Jahren sitzt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London – aus Angst vor einer Auslieferung in die Vereinigten Staaten.

          Ecuador hat den seit 2012 in seiner Londoner Botschaft lebenden Wikileaks-Gründer Julian Assange eingebürgert. Dem Australier sei bereits am 12. Dezember die Staatsbürgerschaft zuerkannt worden, teilte Außenministerin María Fernanda Espinosa am Donnerstag mit. Assange habe im September einen entsprechenden Antrag gestellt.

          Assange wurde in Australien geboren. Er sitzt seit Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest, weil er außerhalb des Botschaftsgeländes eine Auslieferung an Schweden und von dort aus in die Vereinigten Staaten fürchtet.

          Dort droht ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats und möglicherweise die Todesstrafe, weil Wikileaks Hunderttausende geheime Dokumente veröffentlicht hatte, unter anderem über das Vorgehen der amerikanischen Streitkräfte im Irak und in Afghanistan. An seiner Lage dürfte der neue Pass zunächst nichts ändern.

          Zuvor war bekannt geworden, dass Großbritannien Assange den Diplomatenstatus verweigert. Damit hätte er Immunität genossen und die Botschaft verlassen können.

          Wie das britische Außenministerium am Donnerstag mitteilte, habe die ecuadorianische Regierung kürzlich einen entsprechenden Antrag gestellt. London habe Assange den Status aber nicht zuerkannt und führe darüber auch keine Gespräche mit Quito. Ecuador wisse, dass die Lösung des Falls darin bestehe, dass Assange die Botschaft verlasse und sich der Justiz stelle.

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          Am Mittwoch hatte der Wikileaks-Gründer Julian Assange eine ecuadorianische Ausweisnummer erhalten. Seitdem wird der Australier mit der Nummer 1729926483 im Zivilregister des südamerikanischen Landes geführt.

          Assange veröffentlichte bei Twitter ein Foto, auf dem er das Trikot der ecuadorianischen Nationalmannschaft trägt. Was die Registrierung für den juristischen Konflikt um Assange bedeuten würde, war aber zunächst unklar.

          Quelle: alri./AFP/dpa

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