Robotik in Europa : Hirn aus Freiburg, Hand aus Zürich, Arm aus Odense

Amerikas Roboter-Start-ups bauen alles selbst, China skaliert über die Fabrik. Auf Nvidias Konferenz GTC in Berlin zeigten europäische Start-ups einen dritten Weg: Sie stecken ihre Teile zusammen. Die zarten Anfänge einer neuen Industrie.
Am Nvidia-Stand in der Station Berlin stehen zwei Roboterarme und sortieren zurückgeschickte Kleidung: Pullover hierhin, Hosen dorthin. Die Arme kommen von Universal Robots aus Odense, die Software von Sereact aus Stuttgart, die Ware vom Firmenkunden Zalando, der Logistiker CEVA betreibt das Ganze in Greven in Westfalen. Der Chip im Schaltschrank stammt, natürlich, von Nvidia. Ein paar Meter weiter greift eine Roboterhand aus Zürich nach weichen, formlosen Teilen, gelenkt von einem Modell aus Freiburg, so wie es Audi gerade in seinem Produktionslabor in Ingolstadt testet. Keine einzelne Firma hat irgendeines dieser Systeme komplett selbst gebaut. Das ist die Nachricht der GTC Berlin, die in der Keynote nicht vorkam.
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