Richard Freitag fliegt wie gemalt

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Nach seinem Coup in Oberstdorf fährt Richard Freitag mit frischem Selbstbewusstsein zu den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Val di Fiemme (Italien).

Nach seinem Coup in Oberstdorf fährt Richard Freitag mit frischem Selbstbewusstsein zu den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Val di Fiemme (Italien). Dank des zweiten Siegs seiner Karriere beim Skiflug-Weltcup sind die Ansprüche des 21-Jährigen für die am Mittwoch beginnenden Titelkämpfe mit einem Mal gehörig gewachsen: Sein Ziel, kündigte der sonst so introvertierte Sachse mutig an, sei jetzt „eine Medaille“. Im bisherigen Saisonverlauf blieb Freitag oft unter seinen Möglichkeiten, doch im Allgäu trumpfte er groß auf: Der Mann aus Aue im Erzgebirge verdrängte mit Weiten von 209 und 206,5 Meter den Norweger Andreas Stjernen um die Winzigkeit von 0,3 Punkten auf Platz zwei. Weltcup-Spitzenreiter Gregor Schlierenzauer (Österreich) lag als Dritter nur 0,8 Zähler zurück. Severin Freund (Rastbüchl) auf Platz neun und Michael Neumayer (Berchtesgaden) als Zehnter rundeten das gute Abschneiden der deutschen Springer ab. „Das ist riesig und gibt einen Schub für die WM. Speziell dem Richie, der zwar ein Allrounder ist, seine Stärken eher auf den kleineren Schanzen hat“, sagte Bundestrainer Werner Schuster. Er fügte ein Lob für den von 12500 Fans umjubelten Sieger hinzu: „Er hat eine Qualität, die ich noch nie von ihm gesehen habe. Er springt momentan wie gemalt.“ Im Team-Wettbewerb landete das deutsche Quartett mit den WM-Fahrern Michael Neumayer, Andreas Wank, Freitag und Severin Freund am Sonntag mit 1521,1 Punkten auf Rang vier. Den Sieg sicherte sich Norwegen mit 1577,1 Zählern vor Österreich (1529,3) und Slowenien (1523,6).(mah.)

FAZ

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