Konferenz: Denk ich an Deutschland : Der große Stresstest für Politik und Wirtschaft

Deutschland ist nicht mehr ohne Europa zu denken – aber in der Krise wachsen die Zweifel an der Europäischen Union.
Der Euro ist bedrängt. Auf dem Frankfurter Willy-Brandt-Platz, dort, wo der Turm der Europäischen Zentralbank grau in den Himmel ragt, thront ein blaues Euro-Zeichen, um das gelbe Sterne kreisen. Es ist bedrängt von den Zelten der Protestierenden. „Occupy Frankfurt“ fordern sie, so wie ihre Gesinnungsgenossen in Amerika „Occupy Wall Street“ fordern. Sie treibt ein Gefühl der Ohnmacht auf die Straßen und in die Zelte – ihr Protest verrät, wie aktuell und brennend die Frage ist „Wer regiert Deutschland?“, auf die die Alfred Herrhausen Gesellschaft und die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf ihrer dritten „Denk ich an Deutschland“-Konferenz Antworten suchten. Für die Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur hatte der Tagungsort Frankfurt, der im Scheinwerferlicht des Führungswechsels bei der Europäischen Zentralbank stand und die Kulisse für die Vorbereitung auf das nächste europäische Gipfeltreffen gab, mehr als symbolische Bedeutung: Die Frage, wer Deutschland regiert, lässt sich nicht ohne Blick auf Europa beantworten. Und Europa, dessen Einigung der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, als Leitmotiv vorgab, ist nicht ohne Schuldenkrise zu verstehen.





