Energiewende : EU bremst deutsche Ökostrom-Ambitionen

EU-Kommissar Oettinger hat ungewohnt deutlich auf drohende Konflikte aufmerksam gemacht und kritisierte die nationale Ausrichtung der deutschen Förderpolitik.
Die deutsche Energiewende stößt auf wachsende europarechtliche Bedenken. In bisher ungewohnter Deutlichkeit hat EU-Energiekommissar Günther Oettinger auf drohende Konflikte aufmerksam gemacht. Oettinger verwies auf die notwendigen EU-Genehmigungen für geplante Beihilfen zur Förderung der Energiewende und auf die Ambitionen kommunaler Stromversorger, die sich nach dem Atomausstieg auch überregional bessere Chancen gegenüber der privaten Konkurrenz ausrechnen. Er könne den Stadtwerken nur raten, Zurückhaltung an den Tag zu legen, um sich nicht, wie zuvor die Landesbanken, die Finger in Brüssel zu verbrennen, sagte Oettinger auf der Energiekonferenz, die das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI) und die F.A.Z. am Donnerstag veranstaltet haben.



